I´m back! 
Yeah! Nach fast drei Monaten bin ich wieder auf deutschem Boden zurück! Und ich freu mich wie verrückt!
Am Freitag hab ich alles mit Hilfe von Hazel und Danny, die am liebsten alles gern behalten hätten, eingepackt. Oh je, was sich da alles angesammelt hat! Der Rucksack war bis zum Platzen gefüllt und deshalb musste ich mich von einigen Sachen verabschieden. Dageblieben sind diverse Waschutensilien, ein Paar Schuhe, Handschuhe, zwei Hosen, drei Strickjacken und ein Pullover! Allerdings sind es alles alte Sachen, einiges habe ich seit der 10. Klasse – es wurde also höchste Zeit, dass dieses alte Zeug mal weg kommt. Und wer nichts wegschmeißt, der kann sich auch nichts neues kaufen!

Nach der letzten Nacht in Galway und einem gesunden Frühstück, ging es ab zum Bus. Ich bin zwar erst Sonntagfrüh gefahren, wollte mir aber erst noch Dublin anschauen. Mein Plan war es, dann auf dem Flughafen zu übernachten. Zum einen um das Geld für eine halbe Übernachtung (müsste sehr früh zum Flughafen) zu sparen und zum anderen, weil scheinbar (kurzfristig) die Abenteurerin in mir erwacht ist…So eine Nacht auf dem Flughafen ist bestimmt unheimlich spannend – dachte ich!
Aber zurück zur Busfahrt.
Ich bin 4 h quer durch Irland gereist, habe mal wieder alle Wetterlagen mitgenommen und den älteren Herren vor mir, der versuchte einen äußerst festsitzenden, schleimigen Husten loszuwerden, „toleriert“. nervig Angekommen in Dublin hat es geregnet wie aus Eimern. Ich wollte natürlich nicht den ganzen Tag mein (zumindest gefühltes) tonnenschweres Gepäck mit mir rumschleppen (Großer Rucksack 22kg, Normaler Rucksack 8kg, Laptoptasche 7kg = 37kg). Aus diesem Grund, hatte ich mich vorher informiert, dass es am Bus- und Hauptbahnhof jeweils Schließfächer gibt. Hatte bei der Planung aber wohl nicht mein Gepäck mit eingerechnet. Nach 200 m hatte ich das Gefühl ich zerbreche und wartete auf das Knacken meiner Knochen. Ok, also ne blöde Idee gewesen durch die halbe Stadt zu rennen. Aber wohin nun? Nach einer halben Stunde rumirren und nachfragen, habe ich ein Internetcafe gefunden, indem man sein Gepäck für 5 € am Tag unterstellen kann! Danach habe ich mich (für einen Moment) gefühlt wie eine kleine, leichte Feder…

Allerdings hielt mein Federzustand nicht lange an. Mein Rücken nahm es mir mehr als übel, dass ich kein Taxi genommen hatte oder zumindest einen Rollkoffer. Den Rest des Tages bin ich durch Dublins Straßen geschlichen, habe mühevoll einen Fuß vor den anderen gesetzt (jaaaa, jetzt wird es dramatisch!) und jede Bank liebevoll begrüßt.
Na ja, weil alles nicht so toll war, bin ich dann irgendwann am frühen Abend zum Flughafen gefahren.
Der Flughafen selber ist nicht sehr groß, eher überschaubar. In den Duty-Free-Shop Bereich kommt man erst wenn man eingecheckt hat: Da ich aber erst am nächsten Morgen einchecken konnte, musste ich draussen bleiben. Blieb also nur noch der Essensbereich (Goldenes M und so weiter…) und öhmmm….das wars.
Habe mir aber rechtzeitig einen der gepolsterten Plätze gesichert. Davon gab es am ganzen Flughafen nur ca. 8 Stück – und ich war ja nicht die Einzige, die die Abenteurerin in sich entdeckt hatte…
Na ja, die Nacht selber war unspektakulär. Zwischen 1 und 3 Uhr nachts fliegen keine Flugzeuge und es wird sehr sehr ruhig. Das Licht wird gedämpft, es wird nur noch geflüstert und das Personal putzt den Boden mit einer ruhig vor sich hin piependen Maschine. Hach ja, es ist fast ein bisschen Schlafzimmeratmosphäre.
Irgendwann konnte ich dann auch einchecken und habe mich noch mit einer „Unbekannten“ getroffen, die ich über das studivz kennengelernt habe. Dadurch mussten wir nicht alleine warten und natürlich fliegen. Das war echt klasse!
Und nach so einer langen Nacht war es schön mit jemandem zu quatschen!
Dann ging es ab in die Lüfte und über die Wolken, wo die Freiheit ja bekanntlich grenzenlos ist! Herrlich – ich liebe Fliegen!
Und am Boden angekommen, das Gepäck abholen und schnell rausrennen…
Der Traummann kam ein klitzekleines Momentchen zu spät, was aber nicht weiter schlimm war. Da ich nachts nur eine Stunde geschlafen hatte, und vorher einen anstrengenden Tag verbracht hatte, war ich sehr übermüdet. Die Vorfreude, Aufregung und dazukommende Müdigkeit hat mich in einen sehr komischen Zustand versetzt: Ich habe gezittert wie verrückt.
Als der Roy dann kam, hatte ich mich an der frischen Luft einigermaßen erholt und konnte sprechen, stehen und gleichmäßig atmen!
Jaaaa, das war die lange Geschichte meiner Rückkehr in die Heimat. Meine Homesick-Chocolate, die ich für schlechte Zeiten mitgenommen hatte, habe ich unangebrochen wieder mitgebracht, worauf ich durchaus Stolz bin. Zeit zur Eingewöhnung habe ich nicht groß, da die Uni schon seit einer Woche „läuft“ und es viel zu organisieren gibt. Aber an Mischbatterien, normal warmes Wasser und besseres (?!) Wetter kann man sich wahrscheinlich schnell gewöhnen!
Danke an alle, die mich während meines Auslandsaufenthaltes unterstützt haben, wie auch immer. Gefreut habe ich mich über die vielen Leser meiner Website, die mir 20 individuell geschriebene Mails pro Tag erspart hat. Meinen Blog führe ich natürlich weiter, nur mit anderen Themen! Würde mich also auch weiterhin über Besucher freuen!
Und jetzt ab ins Bett!