April14
Klamotten einkaufen in Irland ist, zumindest im Vergleich zu Deutschland, sehr günstig. Deshalb kaufen die Iren (natürlich) auch gern ein.
In den meisten Läden sind allerdings die Kapazitäten an Umkleidekabinen eher knapp. Die Iren, die sonst relaxed und geduldig sind, können beim shoppen gar nicht schnell genug in die Klamotten schlüpfen. Es ist kein seltenes Bild, dass die irischen Frauen (war ja nie in der Männerumkleide…) in die Umkleide rennen, feststellen das alle Kabinen besetzt sind und deshalb alles vor dem Vorhang anprobieren. Egal ob Hosen, Oberteile oder auch Unterwäsche – kein Mensch beschwert sich, gafft oder geniert sich gar.
Ich selber habe mich allerdings nicht an diese “Sitte” angepasst. Und da ich ja auch Zeit ohne Ende habe, warte ich eben mal ein paar und amüsiere mich über die hastigen Shopper…:)
April12
Ich habe es schon vor mehr als einem Monat versprochen, jetzt ist es soweit: Der Bericht über meine elektrische Dusche.
Auf den ersten Blick fällt einem ein weißer, an die Wand geschraubter Kasten auf. Daran zwei Rädchen wo man Temperatur und Wasserdruck einstellen kann. Dann noch ein On/Off-Schalter und natürlich ein Schlauch wo dann das Wasser rauskommt. 
Bevor es losgehen kann muss man erstmal einen Schalter umlegen, der sich ausserhalb des Bades befindet. Ohne den gibts nämlich kein Wasser… 
Gut, wenn dann alle Vorbereitungen getroffen sind (in Klamotten duscht es sich so schlecht), kann das Wasser fließen und das “Vergnügen” losgehen…
Bei meinem ersten Versuch hab ich also Wasserdruck auf sehr hoch gestellt und Wasser auf “middle warm”. Leider kam nur ein kleines Rinnsal heraus und das Wasser war eisekalt. Ok, hab ich mal auf ganz warm gestellt – leider auch keine so gute Idee: Das Wasser ist sofort kochend heiß geworden.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass der Wasserdruck sich nur erhöht wenn man das Wasser auf kalt stellt. Leider bin ich (noch) nicht so abgehärtet, dass ich 10 Minuten mit mehr als eisekaltem Wasser (wir erinnern uns: Das “lauwarme” Wasser war ja schon eiskalt) duschen kann/will.
Mittlerweile habe ich mich also daran gewöhnt mit kochend heißem Wasser zu duschen und danach auszusehen wie ein kleiner Hummer. Und wenn ich Haare waschen will, muss ich eben etwas mehr Zeit einplanen, da es ein Weilchen dauern kann, bis die Haare naß sind, ausgewaschen etc…
So viel Spaß für wenig Geld….
April10

sheng-fui.de
Jetzt wo es in der Gärtnerei stressiger wird und den Leuten einfällt, dass sie mal ein paar Pflänzchen in ihren Beete verbuddeln könnten, haben Grainne und Mark oftmals keine Kraft/Elan/Lust mehr einkaufen zu gehen. Aber trotzdem muss keiner verhungern: Die Iren sind schon einen Schritt weiter als wir.
Man geht einfach zu Tescos im Netz und bestellt alles was man haben will. Beim ersten Mal dauert das noch etwas, weil man eben ne Riesenauswahl hat. Aber dann kann man das abspeichern und beim nächsten Mal gehts ganz fix. Am nächsten Tag kommt dann der nette Lieferant und bringt die ganze Bestellung vorbei. Für diesen netten Service berechnet er noch ca 7 € und schon düst er weiter!
April10
Irische Mode ist entweder schon total hipp, und wir wissen es (noch) nicht, oder aber schon wieder out. Besonders bei weiblichen, jungen Leuten ist es sehr beliebt “oben hui und unten pfui” herumzulaufen. Im Klartext bedeutet das, oben relativ schicke Klamotten und unten eine schlabbrige ausgewaschene Jogginghose.
Diese Spezies Iren lässt sich allerdings nur selten fotografieren, deswegen müsst ihr euch das eben vorstellen…:)
April4
Letztens bin ich mit dem Radel unterwegs gewesen. Vorausschauenderweise, hatte ich mich vorher bei Mark, meinem Gastvater, erkundigt ob es denn regnen würde. Ok, zugegeben es war eine dumme Frage in diesem Land. Aber man kann sich ja mal informieren. Seine Antwort jedenfalls war, dass es gut aussehen würde und wohl kein Regen zu erwarten wäre an diesem Tag. Na wunderbar!

Ich mich also auf mein Rad geschwungen und losgestrampelt. Der Himmel war bewölkt und es war ziemlich kalt. Aber nun gut, wer lebt nun länger in dem Land und kennt sich aus?!
Anfangs ging auch alles gut, ich habe mein Gezeugs erledigt und mir noch was zum Lunch gegönnt. Ich sitz also so bei Subways (uuupss, jetzt hab ich es verraten!
) und knabber an meinem vegetarischen Sandwich herum (man gönnt sich ja sonst nichts – haha), als es draussen anfängt zu regnen. Nach einer halben Stunde Warten, und bösen Blicken von der Subwaysangestellten weil ich nicht noch 5 Sandwiches und 10 Cookies gekauft habe um die Wartezeit zu überbrücken, hatte es immer noch nicht aufgehört. Na gut, ich wollte aber auch nicht dort auf meinem Barhocker festkleben, also habe ich mich auf den Weg gemacht.
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