Adventskranz selbst gebastelt
Bald steht der 1. Advent schon wieder vor der Tür. Dieses Jahr wollte ich unbedingt mal einen Adventskranz (mein 1. seit ich zu Hause ausgezogen bin…) haben. Aber nicht irgendeinen, sondern selber gemacht!
Im Raum Heidelberg alles andere als leicht, es gibt nämlich nur sehr begrenzt Nadelbäume. Der Rest des Waldbestandes sind Laubbäume soweit das Auge reicht. Bei einem Ausflug zur Strahlenburg nach Schriesheim letztes Wochenende haben wir dann eine Tannensuchaktion gestartet und waren auch erfolgreich. Mitten im Wald stand doch eine kleine Tannengruppe (Betonung auf “stand”…). Dort haben wir uns also Reißig mitgenommen. Diese Woche habe ich dann noch einen Strohrohling als Basis, Draht sowie ein paar Glitzerschneeflocken gekauft.
Heute ging es also los. Für alle, die gerne auch einen wunderbaren Adventskranz haben möchten, hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Zuerst lege man das oben bereits beschriebene Material plus Gartenschere bereit. Brr, Handschuhe wären nicht schlecht, oder man legt die Wohnung mit Papier aus, dann muss man nicht in die Kälte gehen…
Dann ummantle man den Strohrohling (geht auch mit Styropor, Zeitung…) mit Tannenzweigen. Ratsam ist es die Zweige vorher zurecht zuschneiden, nicht zu groß. Sonst kommt man nicht voran, denn gerade der Zweig den man bräuchte ist nicht da…Ich habe meine erste Schicht mit einer Tanne gemacht, wo die Zweige unten dran weiß sind. Fand das irgendwie ganz lustig. Und wenn man bei der zweiten Schicht (die man eigentlich nicht unbedingt braucht!) etwas schlampert guckt nicht der Rohling durch sondern Tannenzweige…
Dann kam meine zweite Schicht diesmal zwei verschiedene Arten grüne Zweige. Ich glaub den Unterschied sieht man nicht wirklich, soll aber “total hipp” sein…
Ach ja, um die Zweige zu befestigen nimmt man einfach grünen Draht und wickelt immer schön fest um die Zweige drum rum. Am Ende hab ich mit kleinen einzelnen Zweigen noch ein bisschen ausgebessert, Draht versteckt etc, indem ich die einfach irgendwo dazwischen geklemmt habe.
So sah der fertige Kranz dann aus:
Und was fehlt noch? Klar, Kerzen!! Wollte eigentlich lange gerade Stilkerzen drauf machen, sah aber doof aus. Dann hatte ich noch zwei übergroße Teelichter gefunden, aber erstens waren es nur zwei und zweitens fand ich dieses Silberdingens drum rum doof.
Also hab ich kurzerhand die Teelichhalter aus dem Wohnzimmer mit Heißkleber drauf gepappt. Die gehen nach Weihnachten einfach wieder ab (hoffe ich) und können bei übermäßigem Adventslichteln immer wieder nachgefüllt werden.
Zu guter Letzt noch ein paar Gliterschneeflocken drauf – FERTIG.
Ich finds schick!! Vielleicht mach ich noch ein paar silberne oder goldene Bänder dran, aber eigentlich ist es mir genug. Weniger ist manchmal mehr…
Mehr Tipps und Anregungen gibt es auch hier.
schön geworden!
Wie wäre es denn noch mit ein paar Tannenzapfen, die man auf dem Kranz mit feststecken kann? Oder im Bastelladen gibt es auch noch so kleine Fliegenpilze, die würden sich auch ganz schön auf einem Adventskranz machen. Ist nur meine persönliche Meinung, so einen Kranz selbst zu binden ist schon eine Menge Arbeit, aber das Endergebnis lohnt sich auf jeden Fall.
@Ulli: Danke! Finde ich auch…
@Gothaerin: Das stimmt, man könnte noch alles mögliche mit drauf machen. Aber ich finde es schlicht am schönsten. Obwohl tannenzapfen auch noch schön schlicht wären, glaube ich!
[...] Zusammenfegen der Tannennadeln (vom Adventskranz) und Blätter fiel mir aber auch Müll auf, der definitiv nicht von uns kommt. Alle 20-30 [...]
Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.
Weihnachtsmann Köln