…eine Fahrradtour ist schön!
Ja, ja, da heute so wunderbar sommerliches Wetter war, haben wir (Roy et moi!) uns auf zu einer Fahrradtour im Probsterwald gemacht. Die Strecke kenne ich noch von Ausflügen letzten Sommer und habe mich besonders auf ein kleines, sonniges Picknick im Wald gefreut. Herrliches Flachland, geschmierte Brötchen und gute Laune versprachen einen tollen Nachmittag. War auch alles ganz schön und ich hab mich prächtig über Roys “Nörgeleien” über den ach so unbequemen Fahrradsitz amüsiert!
Kurz vor der Picknickstelle kam dann was kommen musste: Mein altes blaues 10€-Fahrrad wollte anscheinend kein Picknick machen. Ich speedete (yeah!) so durch den Wald und *krächz* die Kette sprang entzwei. Da ich wie gesagt gut Geschwindikeit drauf hatte, konnte ich auch nicht einfach so abbremsen, bin dahin geschlenckert, das Rad steuerte auf den Seitengraben zu, ich versuchte das Schlimmste zu verhindern und krachte zu Boden. Irgendwie wollte ich wohl noch abspringen, während mein Leben als schwarz-weiß Schmalfilm an mir vorbei ratterte. Auch dieser Rettungsversuch scheiterte kläglich und der Lenker spießte mir beim Fallen in die Rippen.
Ich bin aber flink wie ein Wiesel wieder ausgesprungen, hab meine komplette verdreckte rechte Seite betrachtet (mitten in Wiese und Dreck gelandet) und mich gefreut, dass ich mein Leben noch bunt und in Farbe miterleben darf!
Na ja, soweit zu mir, aber was war mit der Kette?! Ein erster Reparaturversuch lief gut, wenn auch Roy´s Hände die Farbe wechselten. Nach den ersten 200 Metern langsamer vorsichtiger Fahrt sprang sie allerdings wieder entzwei. Mist! Damit kamen wir also nicht weit, da es nach Hause 5km Fahrt waren! Hmpf!
Schieben? Och nööö… Zumal wir ja zwei Fahrräder mit hatten. Also hab ich mich an Roys Schulter festgehalten und los ging die Fahrt. (Immer gut wenn man eine Schulter zum Festhalten hat…) Überraschenderweise ging das auch ganz gut und flott voran!
Nur die Blicke der Leute waren komisch. Die älteren Herrschaften werden sich über die gefährlichen Unsinnigkeiten der Jugend aufgeregt haben und die Jüngeren haben mit ihren Blicken eindeutig signalisiert was sie dachten: “So ein faules Weib!”. Aber ich konnte doch nichts dafür!!!!
Auf dem Weg nach Hause liegt praktischerweise auch der Laden meines Fahrradhändler des Vertrauens. Dort habe ich das Radel gleich abgestellt und werd es morgen in Reparatur geben!
Hoffe es geht schnell, da ich immer zwei Fahrräder (eins am Bhf in Heidelberg und eins daheim…) brauche!! Und was des wieder kostet!!!! Aber nun ja!
Das Ende der Geschichte: Zwei rabenschwarze Hände, eine kaputte Kette, zwei verschwitzte Radfahrer, mehrere blaue Flecken am Bein, Schmerzen in der Rippe – besonders beim Lachen, Bewegen etc, trotzdem Spaß gehabt und mal was erlebt! Und Fred Ferkels gabs am Ende auch noch zu mampfen!
Ab jetzt gibts aber nichts mehr zu lachen (wegen der Rippe…)!





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