Nachdem das Semester erfolgreich beendet war, habe ich mir ein paar Tage ganz in Familie gegönnt. Dazu ging es vergangenen Sonntag per Flugzeug nach Berlin zu meinem Onkel Holger, der an diesem Tag Geburtstag feierte. Die Schneemassen in Berlin waren schier ungeheuerlich. Besonders auf den Nebenstraßen merkte man, dass die Berliner mit Schnee und seiner Handhabung sonst nicht allzu viel zu tun haben…Die Gehwege waren kaum besser dran und so wurde manch ein Spaziergang zur unschönen Rutschpartie. Die Hosenbeine waren bis zu den Knien gut gesalzen und feucht…Auf dem Programm stand eigentlich die Reichstagskuppel, aber nachdem 10 Min bevor wir kamen ein Eisbrocken hinuntergerutscht war, hat die Polizei die Kuppel gesperrt. Toll, wie immer wenn ich in Berlin bin, ist die Kuppel nicht begehbar…
Die zugefrorene Spree in Berlin, im Hintergrund der Fernsehturm
In Berlin haben wir (= meine Eltern und meine Schwester) uns am Montag eine Eisfigurenausstellung von chinesischen Künstlern angeschaut. Sehr empfehlenswert, aber jetzt leider vorbei. Wer konnte auch damit rechnen, dass es Ende Februar immer noch kalt genug ist in Berlin?!
Das Brandenburger Tor aus Eisblöcken
Nach der eisigen Ausstellung ging es auf direktem Wege weiter nach Kiel. Dort wartete schon mein Bruder, samt Freundin und Neffe auf uns.
Junes und sein Opa Ralf, Junes liebt es an Fingern herumzuknabbern, hier eine Attacke auf Opas Daumen
Bis Donnerstag sind wir in Kiel verblieben. Das Wetter war so wie ich es mir (vor allem an meinem Geburtstag) gewünscht habe – kalt aber sonnig (größtenteils). Wir haben die herrliche Seeluft genossen bei langen Strandspaziergängen. Allerdings war kein Krümmel Sand zu sehen, da in Kiel mindestens 40-50cm Schnee liegen. Somit hatten wir auch das Vergnügen Teile der Ostsee zu begehen, da sie zugefroren war. Das Schieben des Kinderwagens gestaltete sich auf den teilweise überhaupt nicht geschurten Wegen schwierig. Haben uns aber durchgekämpft und Junes in den Schlaf geschaukelt. Den Rest der Zeit haben wir ihn bespielt so gut es ging, diskutiert wer ihn als nächstes halten darf, wer ihn schon am längsten hatte, wer ihn ausziehen/wickeln darf und und und. Dafür war er abends todmüde und hat 8h durch geschlafen…
Der Kieler Hafen vor Jans Institut, im Wasser schwimmen Eisschollen
Schneedüne mit Schwänen im Hintergrund
Ostseeküste im Schnee versunken
Fazit der Woche: ich bin innerhalb von 5 Tagen in Stuttgart, Berlin, Kiel, Halle, Leipzig und Heidelberg gewesen, hab meinen Neffen endlich persönlich kennengelernt und für dieses Jahr genug Schnee gesehen. Außerdem bin ich wieder ein Jahr älter geworden und muss mich nun ein Jahr mit einer mir äußerst verhassten ungeraden Jahreszahl rumschlagen…



dieses durchaus sehr hübsche kind steht dir sehr gut!
Danke! Finde ich auch!