Archive for the Category »Buntes Allerlei «

Der Herbst hat ja schon seit einigen Wochen Einzug gehalten und zeigt sich dieses Jahr häufig von seiner besten Seite. Auch dieses Wochenende wurden wir mit herrlichem blauen Himmel, Sonnenschein und (zumindest tagsüber) sehr milden Temperaturen beglückt. So liebe ich den Herbst wirklich!

Wenn die Sonne weg ist, wird es allerdings auch schnell frisch. Zeit also die Stiefel aus dem Schrank zu holen bzw. sich neue anzuschaffen. Bei Tamaris sind die Schuhe nicht nur schön, sondern halten auch warm. Aber man braucht auch Wärme von Innen, etwas herzerwärmendes, herbstliches. Gestern Abend habe ich schon voller Vorfreude Kesselgulasch gekocht. Heute vormittag hat Roy Kriebels Aquarium ein bisschen sauber gemacht und ich habe noch die Noggerl für meine Leibspeise vorbereitet.

Kriebel versteckt sich lieber hinter dem Heizer…

Bevor die Sonne aber verschwand, wollten wir sie ja noch genießen. Also auf zu einer Cacherunde nach Ladenburg. Alle Döschen wurden gefunden und nebenher viel Vitamin C getankt. Da uns beim Cachen oft der kleine Hunger überrascht und dann auf dem Feld oder im Wald nichts Essbares greifbar ist, habe ich heute vormittag einen kleinen Snack zubereitet. Ich habe mich mal an gebrannten Mandeln versucht. Das Rezept habe ich hier gefunden. Da ich gebrannte Mandeln total gerne nasche und es die ja meistens nur auf dem Weihnachtsmarkt (zu recht hohen Preisen) gibt, musste das Rezept ausprobiert werden. Was soll ich sagen? Die Mandeln sind soooo lecker geworden und es war total einfach! Unbedingt nachmachen ist hier sehr empfehlenswert. Eine Anleitung mit mehr Bildern gibt es vom gleichen Blog hier. So kann der kleine Hunger bleiben wo er ist und wir knabbern leckere Nüsschen! :)

31
Jul

(Aus Zeitgründen erst jetzt, aber besser als nie…) Unseren Sommerurlaub verbrachten wir dieses Jahr gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester in Moskau. Während in Deutschland Temperaturen unter 20° C herrschten und der Wind die Regentropfen nur so durch die Gegend trieb, waren wir in Moskau froh, wenn es mal weniger als 30° C waren – was selten der Fall war…Für eine schöne Städtereise mit vielen spannenden Besichtigungen eher nicht ideal, aber man kann das Wetter eben nicht ändern. So haben wir uns versucht damit abzufinden und immer fleißig geduscht und viel getrunken…

Der Regenschirm wurde für eine Woche zum Sonnenschirm umfunktioniert…

Da wir eine gute Reiseleitung (= mein Vater, der in Moskau studierte) dabei hatten, blieb uns keine Sehenswürdigkeit oder versteckte Attraktion verborgen. Moskau besticht durch seine monumentalen und historischen Bauwerke aber auch durch viele gut gepflegte Parkanlagen in denen man die Zeit verbringen kann.

Lomonossow Universität

Internetkabel im Wohnheim der Uni…

Für uns “Dorfmenschen” ist Moskau ein richtiges Abenteuer gewesen. Das fing beim täglichen Metro fahren an (sehr sehenswerte Metrostationen!) ging weiter mit unsäglichem Lärm, der auch nachts nicht abebbte, Massen an Fahrzeugen die sich über die Straßen schieben und Fahrweisen die einem kurzzeitig das Herz still stehen lassen…Eine ständige Geschäftigkeit und Hektik gehören da zum Alltag. Wirklich erstaunt hat mich, wie viele Leute da zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs sind. Das ist man einfach nicht gewöhnt, da hier auf dem Dorf (ja, Heidelberg ist im Vergleich zu Moskau ein Dorf) spätestens um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.

Roy und Sophia auf dem Roten Platz vor der Basilius-Kathedrale

Landeskundliche Eindrücke konnten wir ebenfalls sammeln während mehreren Besuchen bei meinem Onkel und seiner russischen Lebensgefährtin plus ihren Söhnen. Dort wurden wir mit herrlichen Köstlichkeiten, wie z.B. selbstgemachten Pelmeni, verköstigt.

Alles in allem eine sehr schöne Reise und auf jeden Fall eine Stadt die man gesehen haben sollte. Wenn man jedoch kyrillische Buchstaben nicht lesen und auch die russische Sprache nicht sprechen kann, wäre es anzuraten mit jemandem zu reisen der vorher Genanntes beherrscht. Beschilderungen in lateinischer Schrift oder gar englischer Sprache sind die absolute Ausnahme. Und besonders gut Englisch sprechen können die meisten Russen auch nicht…

Am Wochenende habe ich einen zweitägigen Erste Hilfe Kurs besucht. Da nächstes Jahr mein Referendariat beginnt benötige ich den Nachweis über einen Kurs für meine Bewerbung. Zugegeben, erst war ich nicht sonderlich begeistert zwei volle Tage (Sa und So von 9-16 Uhr) in einem muffigen Raum zu verbringen und an leblosen Puppen den Notfall zu üben. Da das Wetter aber sowieso nicht sehr aufmunternd war, habe ich wohl nichts verpasst. Jedenfalls bin ich jetzt im Nachhinein doch ganz froh den Kurs mal wieder belegt zu haben. Der Letzte liegt schließlich schon eine ganze Weile zurück…Und es haben sich auch einige Sachen geändert. Die stabile Seitenlage zum Beispiel erschien mir im Vergleich zu meinem ersten Kurs total einfach. Trotz allen Wissens und vllt auch einer gewissen Zuversicht dass ich in einer Notsituation jetzt wieder besser wüsste was zu tun ist, hoffe ich das Gelernte nie zu brauchen. Kann eine Auffrischung nur jedem empfehlen. Da gibts ja auch Kurse, die nur einen Tag lang gehen… :)

Bild via Stefan Friedle

Da das Wetter heute so herrlich war, haben wir einen Ausflug in die Berge in/um Heidelberg gemacht. Da gibt es viel Wald, wo es bei 28° C besonders angenehm ist. Gestartet sind wir am Stift Neuburg, einer idyllisch gelegenen Benediktiner-Abtei, wo man wohl leckere Sachen aus dem eigenen Anbau essen und kaufen kann, was wir aber nicht taten. Dafür jede Menge andere Leute die sich dort im Garten in der Sonne tumelten. Für uns ging es aber auf eine schöne Cacherunde, bei der wir insgesamt ca 200 Höhenmeter überwunden haben. Das war teilweise ein ganz schön knackiger Aufstieg, aber auch für uns gut zu meistern. Und der Ausblick hat für alle Mühen entlohnt!

Dabei wanderten wir auch auf den Spuren meines Nachnamens am “Haarlaß” (na ja, ein Buchstabe ist zu viel, aber sonst passt es).

Das ist schon komisch, wenn man auf einem Weg läuft der sozusagen nach einem selber benannt ist. Oder an einer Bushaltestelle des eigenen Namens steht…


An besagter Bushaltestelle war früher ein in der Umgebung sehr bekanntes Hotel namens “Haarlaß” (wer hätte es gedacht). Heute befindet sich dort ein europäisches Schulungszentrum von SAS. Trotz allem ist der Haarlaß noch sehr bekannt. Seitdem ich hier in der Region wohne, wurde ich schon häufig auf meinen Nachnamen und eine etwaige Verbindung zum Hotel angesprochen. Wie mein Opa aber mit einer sehr weit zurück reichenden Familienchronik zeigen konnte, haben wir mit Heidelberg nie was zu tun gehabt…

Alles in allem ein toller Tag. Am Ende des Tages krabbelte natürlich wieder eine Zecke rotzfrech auf mir herum. Dabei hatte mich gestern erst eine gebissen. Ich scheine nicht soo schlecht zu schmecken! :)

…”Eiknäuelbeutel”.

Wer hat eine Idee was das ist? :)