So eine Radfahrt die ist lustig…
Letztens bin ich mit dem Radel unterwegs gewesen. Vorausschauenderweise, hatte ich mich vorher bei Mark, meinem Gastvater, erkundigt ob es denn regnen würde. Ok, zugegeben es war eine dumme Frage in diesem Land. Aber man kann sich ja mal informieren. Seine Antwort jedenfalls war, dass es gut aussehen würde und wohl kein Regen zu erwarten wäre an diesem Tag. Na wunderbar!
Ich mich also auf mein Rad geschwungen und losgestrampelt. Der Himmel war bewölkt und es war ziemlich kalt. Aber nun gut, wer lebt nun länger in dem Land und kennt sich aus?!
Anfangs ging auch alles gut, ich habe mein Gezeugs erledigt und mir noch was zum Lunch gegönnt. Ich sitz also so bei Subways (uuupss, jetzt hab ich es verraten!
) und knabber an meinem vegetarischen Sandwich herum (man gönnt sich ja sonst nichts – haha), als es draussen anfängt zu regnen. Nach einer halben Stunde Warten, und bösen Blicken von der Subwaysangestellten weil ich nicht noch 5 Sandwiches und 10 Cookies gekauft habe um die Wartezeit zu überbrücken, hatte es immer noch nicht aufgehört. Na gut, ich wollte aber auch nicht dort auf meinem Barhocker festkleben, also habe ich mich auf den Weg gemacht.
Vielleicht hört es ja – wie so oft hier – gleich wieder auf. Und? Na, klar! Natürlich nicht! Murphys Gesetz funktioniert auch in Irland. Ich hatte auch noch ausnahmsweise mal die Brille auf (Kontaktlinsenfreier Tag), also hab ich nach 5 Minuten nichts mehr gesehen. Jetzt hatte ich die Wahl zwischen, 1. alle 2 Minuten anhalten, Brille putzen, weiterfahren, oder 2. Brille absetzen und blind wie ein Maulwurf sein, oder 3. Brille aufbehalten und auch blind wie ein Maulwurf sein.
Ich hab mich für letzteres entschieden, aber nur weil ich nichts hatte wo ich die Brille hätte verstauen können. Nach einer Weile waren die Tropfen so groß, dass sie sich nicht mehr auf den Gläsern halten konnten, und sind mir in die Augen getropft (fragt mich nicht wie das ging, aber es hat mir in die Augen getropft!). Das ist ein unheimlich tolles Gefühl! Ok, nach 30 Minuten Fahrt im Regen war ich also da, klitschnass, von oben bis unten bespritzt, und nicht unbedingt in bester Laune.
Nachdem ich mich getrocknet und auf Vordermann gebracht hatte, hab ich mal geschaut wo der Rest der Family so abgeblieben war. Waren alle vorm Fernseher/PC versammelt und haben Trickfilme geschaut. Ich wurde gefragt wie es mir so geht und wie es in der Stadt war. Ich also geantwortet, dass es ganz ok war, ich nur eben pitschenass geworden bin. Grainne darauf: “Das ist aber gut für die Haare und die Haut!” Ehrlich gesagt hab ich das 1. noch nie gehört, und 2. war mir das in dem Moment auch ziemlich wurst! Hätte sich ja noch ‘nen Stündchen in den Regen stellen können, wenn es so toll ist. Schließlich hat es den Rest des Tages getrascht wie aus Eimern…Soviel also zu Wettervorhersagen von Ortsansässigen…
