August8
Bevor jemand fragt:
Ich gehöre nicht zu den Tausenden von Menschen die heute, am 08.08.08, heiraten.

Das wär ja noch schöner, wenn ich meinen Hochzeitstag mit sooo vielen anderen Leuten teilen müsste. Ne ne! Ich bin doch kein Mitläufer!
Nicht mit mir! Ich warte außerdem noch auf den Antrag, das wäre heut wohl doch etwas kurzfristig!
Gell, Schatzi?!
Obwohl…das Datum wäre schon toll gewesen: Nur gerade Zahlen! Hach!
Aber ich hab ja besseres zu tun…
[Bild via retiafunk]
April29
Das Wochenende ist vorbei und es gibt tatsächlich mal wieder was zu erzählen…
Wir haben nämlich nicht faul in der Sonne gesessen und die 20°C in Heidelberg genossen – wir sind ins good old Vogtland gefahren zur Hochzeit von Roys Papa.
Am Freitag gings los mit dem schwarzen Automobil, das seit dem traurigen Verlust des schönen roten Flitzers, als Ersatz herhalten muss(te). Anfangs war die Fahrt wie immer: Der kleine Swift röhrte so laut, dass er jedes Gespräch unmöglich machte, die Straßen waren voll und der Tank schnell leer. Nachdem wir kurz vor Nürnberg das Auto gefüttert hatten, ging es weiter – allerdings nicht mehr weit. In Nürnberg wollte der Swift nicht mehr. Das entschied er mitten auf der Autobahn und blieb stehen. Zum Glück war gerade etwas stockender Verkehr und nicht die normale Autobahngeschwindigkeit…Da es sich nicht so gut macht auf der Mittelspur der Autobahn zu stehen, haben wir das Auto zur Seite geschoben und dann mehrere Anschieb-Los-Du-Doofes-Auto-Spring-Wieder-An-Weil-Deine-Batterie-Leer-Ist-Versuche unternommen. Ein einziges klägliches Mal hat der Swift nochmal geknurrt, dann starb er mitten auf der A9. Friede sei mit dir, kleiner alter 19-jähriger schwarzer Swift – du hast deinen Dienst getan.

Unser Abend verlief dann noch so: 2h warten auf den ADAC, Tod des Swift bestätigt bekommen, mit dem Seil abgeschleppt werden, Auto zur Verschrottung ausräumen, einen schicken Leihwagen bekommen und nach Hause düsen. Unser frühes Losfahren und eher von der Arbeit gehen hätten wir uns sparen können…
Da wir dann ja doch noch gut angekommen sind, konnten wir zur Hochzeit pünktlich sowie gebügelt und geschniegelt erscheinen. Die Trauung war kurz aber mit viel Spannung, da der Bräutigam bei der Antwort auf die Frage des Tages eine kurze Kunstpause einbaute – sehr toller Effekt kann ich nur sagen. Letztendlich haben aber Beide dann JA gesagt und es konnte den Rest des Tages freudig gefeiert werden!
UND: Auf Wunsch einer einzelnen Person hatte ich mein blödes, ungemütliches, dickmachendes Abiballkleid an…Abends habe ich mich dann aber noch in einen schwarz-weiß-Look verwandelt (In dem ich genauso doof aussah, da die Strumpfhose und die Schuhe nicht sooo gut abgestimmt waren…aber egal. Der Wille war da!)